Telefonische Seelsorge der Stadt Offenbach

 „Wir hören zu, wenn Sie reden möchten“: Stadt richtet telefonische Seelsorge ein / Gesprächs-Telefon täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar.

 

 

Offenbach am Main, 24. März 2020 – Die anhaltende Corona-Pandemie ist nicht nur eine enorme Belastung für das Gesundheitssystem und die Wirtschaft. Der derzeitige Ausnahmezustand führt auch zu Verunsicherung, Ängsten oder Depressionen bei den Menschen: Der normale Alltag steht still, soziale Kontakte sind unterbunden, viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger oder Menschen mit Vorerkrankungen trauen sich nicht mehr aus dem Haus. „In der Not sucht der Mensch normalerweise Trost und Geborgenheit bei seinen Angehörigen und Freunden“, so Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. „Aber auf diese soziale Nähe muss jetzt jeder unbedingt verzichten wann immer das geht. Für einige Menschen kann das eine schwere Belastung sein. Sie fühlen sich verunsichert, allein gelassen, haben Sorgen und Ängste. Und das ist nichts, wofür sie sich schämen müssten, denn wir alle haben eine solche Situation noch nie erlebt und im Moment weiß keiner, wie lange wir mit den Einschränkungen und der Bedrohung durch das Virus leben müssen.“

 

Aus diesem Grund hat die Stadt Offenbach jetzt zusätzlich zum Bürgertelefon eine Telefonseelsorge eingerichtet. Am Gesprächs-Telefon unter der Rufnummer 069 8065- 4399 finden beispielsweise Alleinstehende oder Menschen, deren Angehörige jetzt mehr arbeiten müssen als sonst, Trost und aufmunternde Worte. Die Hotline kann täglich von 8 bis 20 Uhr (auch am Wochenende) genutzt werden. Zur Besetzung des Telefons greift Gesundheits- und Jugenddezernentin Sabine Groß auf erfahrenes Personal des Jugendamtes zurück: „Wir haben im Jugendamt gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auch in solchen Fällen mit Rat und Tat zur Seite stehen und sich freiwillig für diese Aufgabe zu Verfügung gestellt haben. Sie sind da und hören zu, bei Einsamkeit, bei Nöten und Ängsten, bei Themen, die Sie nicht mit Freunden und Angehörigen besprechen wollen oder wenn Ihnen sprichwörtlich die Decke auf den Kopf fällt“, so Groß. „Mit diesem Angebot wollen wir sicherstellen, dass alle Offenbacherinnen und Offenbacher wissen: Sie sind nicht allein. Da ist jemand, der zuhört und der helfen kann.“ Bei besonderem Bedarf für Beratung oder Unterstützung, aber auch in Fällen, in denen Menschen zum Beispiel vor häuslicher Gewalt geschützt werden müssen, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline tätig werden, Kontakte vermitteln oder Meldungen an zuständige Behörden weiterleiten.

 

Wer einfach nur reden möchte, wer Trost und Zuspruch sucht oder Hilfe braucht, ist beim Gesprächs-Telefon der Stadt (8065-4399) täglich von 8 bis 20 Uhr an der richtigen Stelle. Es ist ab heute 14 Uhr erstmals geschaltet. Alle Fragen zur aktuellen Lage, zu den Eindämmungs-Maßnahmen von Stadt und Land sowie zu den Folgen der Pandemie für Offenbach beantwortet weiterhin das Bürgertelefon (840004-375) montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr.

 

Quelle: Rathaus & Service